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Rainer Olzem
Diplom-Geologe
  Rainer Olzem
 
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Literatur

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Geologie: Fach- und Lehrbücher

Das geologische Lehrbuch schlechthin erläutert die grundlegenden endogenen und exogenen Prozesse der Geologie durch verständliche Texte und Bilder. Die Neuauflage wurde (leider) durch neue, eher schwache Kapitel wie Klima, Geobiologie, Wissenschaft und Gesellschaft ergänzt, die sich streckenweise lesen wie ein Parteiprogramm der Grünen aus den 80er Jahren.

Die Neuauflage der Geologie von Mitteleuropa von Dorn, Brinkmann und Lotze gibt eine Übersicht über die regionalgeologischen Verhältnisse in Mitteleuropa. Der Darstellung der geologischen Entwicklung der Einzelgebiete wird breiter Raum gegeben. Der umfangreiche Stoff ist textlich gut dargestellt, kommt aber wegen der fehlenden Bebilderung recht trocken rüber.


Ältere doch lesenswerte 2. Auflage (1984) der verständlichen Forschung: Ozeane und Kontinente: Kontinentaldrift und Wegener bis zur modernen Plattentektonik mit allen ihren Aspekten. Viele Bilder geben einen guten und wahrlich verständlichen Einblick in das System Erde.


Leicht angestaubtes Buch (2. Auflage, 1988) über die Dynamik der Erde: Der Schalenaufbau mit Kern, Mantel und Kruste, kontinentale und ozeanische Kruste, Terrane, Plattentektonik, Biosphäre und Atmosphäre. Trotzdem gut verständlich und lesenswert.

Ein Großband (33 x 26 cm, 3,4 kg schwer) mit vielen teils großartigen, wenn auch qualitativ nicht immer erstklassigen farbigen Bildern zu einem äußerst günstigen Preis. Der erste Teil des Buchs befasst sich mit dem Thema Tektonik, Zeit und Klima, der zweite Teil mit den Naturräumen der Erde. Fachlich ist an den populärwissenschaftlichen Texten wenig auszusetzen.

Das Buch The Geology of Britain - an Introduction - ist das geologische Standardwerk für die Insel. Peter Toghill zeichnet auf 192 Seiten ein umfassendes Bild Großbritanniens vom Präkambrium bis in die Zukunft. Gut verständliche englische Texte mit vielen Schemazeichnungen und Fotos machen das Werk für Fachleute und geologisch Interessierte interessant.


Wilhelm Meyer ist vielleicht der beste Kenner der Geologie der Eifel. Ein allumfassendes und fachlich erstklassiges Werk für Fachleute. Die Vielzahl der Kapitel - mehr als 700 (ein Beispiel: Kap. 11.3.3.4.5.1.2 Nettetal-Trass) - und das Fehlen von Fotos machen das Lesen zu einer staubtrockenen Angelegenheit.


Schon seit Jahrzehnten begleitet der Murawski die Studenten der Geowissenschaften. Auch die 11. Auflage des Geologischen Wörterbuchs ist obligatorisch.



Grabenbrüche, Tiefseebecken, Mittelozeanische Rücken, Hot Spots und aktive Kontinentalränder: Anhand konkreter Beispiele mit vielen Karten und Bildern vermitteln die Autoren einen umfassenden Überblick über geodynamische Prozesse. Plattentektonik in der 3. Auflage von 2009 ist ein brandaktuelles Lehrbuch für Geologen, Studenten und geologisch Interessierte.

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Geologische Führer

Stellvertretend für mittlerweile 106 Bände aus der Reihe Sammlung Geologischer Führer steht hier Bd. 76 von Prof. Hans Pichler: Italienische Vulkangebiete IV - Ätna, Sizilien. Hans Pichler als Kenner der italienischen Vulkane hat auch die Bände 51: Vesuv, Toscana; 52: Phlegräische Felder, Ischia; 69: Lipari, Vulcanao, Stromboli und 83: Salina, Filicudi, Panarea, Ustica verfasst. Allesamt ein Muss für Vulkanfans.

Die vier Geologischen Führer Los Volcanes de las Islas Canarias Band I Tenerife, Band II Lanzarote y Fuerteventura, Band III Gran Canaria und Band IV La Palma, La Gomera, El Hierro gibt es leider nur in Spanisch mit englischen Erläuterungen. Alle Bände sind reich bebildert mit vielen verständlichen Zeichnungen und Texten. Empfehlenswert für den Inselaufenthalt.

Das vorliegende Exemplar ist eine ältere Ausgabe von 1979. Möglicherweise gibt's eine neue Ausgabe. Das Büchlein ist sowohl Wanderführer als auch geologischer Führer. Es hat eine detaillierte stratigrafische Tabelle mit ausführlicher Beschreibung der Leitfossilien und farbige Bilder auf jeder 2. Seite. Trotz des Alters hat dieser Wanderführer stets gute Dienste geleistet.

Welcher Vulkanologe und Vulkanfan kennt nicht die Namen Katja und Maurice Krafft! Die kleinen Führer zu den Vulkanen Europas sind praktisch und gut zu lesen: Band 1: Allgemeines, Island; Band 2: Deutschland, Frankreich; Band 3: Italien, Griechenland. Ebenfalls von Maurice Kraft im Enke-Verlag der Führer zu den Virunga-Vulkanen. Weiterhin im Enke-Verlag: Vulkane und Vulkanismus.


Geologische Streifzüge durch die Eifel - Ausgabe von 2003 - ist ein geologischer Führer und Wanderführer für Laien und geologisch Interessierte, der auch die heimische Kultur und Architektur nicht vergisst. Viele farbige Bilder.

 

Geologische Streifzüge rund um den Aachener Kessel. Acht der neun vorgeschlagenen Georouten folgen dem Höhenkranz, eine neunte quert die Aachener Innenstadt. Erläuterungen zu den Routen geben kurze Einblicke in den geologischen Bau und ausführliche Hinweise und Erklärungen zu den einzelnen Stationen. Viele Bilder und Skizzen machen den Wanderführer des emeritierten Geologie-Professors Roland Walter zu einem unverzichtbaren Begleiter rund um Aachen.

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Vulkane und Vulkanologie

Wissenschaftler des Smithonian Institut haben alle aktiven Vulkane der Welt aufgelistet. Als aktiv gilt ein Vulkan, wenn er innerhalb der letzten 10.000 Jahre tätig war. Der Wissenschaftsjournalist Felix Frank stellt diese Vulkane in seinem Handbuch der 1350 aktiven Vulkane der Welt katalogmäßig zusammen. So kann die Neugier auf tiefere Informationen bei jedem in den Medien behandelten Vulkanausbruch sofort befriedigt werden

Ältere Ausgabe (1988) der Verständlichen Forschung von Spektrum der Wissenschaft: Vulkanismus. Das Buch stellt einige Vulkanregionen der Welt vor, z.B. den Ätna, Hawai, den Mount St. Helens, den Krakatau, Yellowstone, die Eifel-Maare und andere. Interessant auch die Beschreibung des Vulkanismus auf außerirdischen Himmelskörpern.

Gut zu lesendes Buch über Vulkane, Vulkanismus und Plattentektonik, sowohl für Laien als auch für Fachleute interessant. Der Autor Robert Decker ist Vulkanologe beim U.S. Geological Survey. Seine Frau Barbara Decker arbeitet als Wissenschaftsjournalistin.

Der wohl beste Vulkanfotograf der Welt, Philippe Bourseiller, hat einen prächtigen Bildband mit hervorragenden Fotos über Vulkane, Vulkanlandschaften, Vulkanausbrüche und deren Folgen geschaffen. So ist ein dicker Schinken von 4,3 kg Gewicht und den stattlichen Ausmaßen von 37 x 29 cm entstanden. Entsprechend groß sind die zum Teil einmaligen Fotos.


Der bekannte Vulkanologe Haroun Tazieff erzählt über seine Erlebnisse am und auf dem Ätna seit den 50er Jahren. Er erzählt vom Untergang des alten Ätna-Observatoriums, von dem Versuch 1983, den Lavastrom abzulenken und er zieht Vergleiche zwischen dem Ätna und anderen aktiven Vulkanen. Ein Buch für Kenner und Spezialisten.

Der Lavastrom rückte unaufhaltsam gegen unser Lager vor. Mitten in der Nacht erwachten wir von rotem Lichtschein und ungewöhnlicher Hitze, nur 5-6 m vom Zelt entfernt rollten von der glühenden Wand goldene Brocken. Die Lava hatte bereits das Tal ausgefüllt und war 7 m über die Talränder angestiegen. Ein wunderbares Buch mit tollen Fotos eines unbekannten Landes, Kamtschatka.

Vulkane und vulkanische Gesteine sind etwas fürs Auge. Diese treffende Feststellung aus dem Vorwort gilt für das gesamte 2009 erschienene Buch des Geologieprofessors Hans-Ulrich Schmincke: 185 überwiegend farbige Bilder begleiten den Leser auf einer spannenden Reise durch die erdgeschichtlich junge Entwicklung der Eifelvulkane. Hoffentlich erscheint bald der im Vorwort angekündigte Exkursionsführer.

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Bergbau

Eine Montanmonografie über den Kupfererzbergbau in Mühlbach/Hochkönig im Salzburger Land von 4.000 v. Chr., als der Kupferabbau begann, bis 1977, als das Bergwerk aufgegeben wurde. In der Folgezeit verschrieb sich die Gemeinde ganz dem Skisport und radierte alle Zeugen der größten Kupferindustrie Europas aus. Erst jüngst erinnerte man sich wieder an die große Tradition. Ein solides historisches Werk.

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Fossilien und Paläontologie

Auf 496 großformatigen Seiten stellt die Enzyklopädie 400 Fossilien auf 800 Fotos und 300 Zeichnungen vor. Der allgemeine Teil geht der Entstehung, der Klassifizierung, der Ontogenese, der Variabilität, der Phylogenese, der Palöko-logie, der Biostratigrafie und der Paläogeografie der Fossilien nach. Es folgt eine systematische Übersicht und eine Beschreibung der einzelnen Spezies.

Das Buch aus dem Spektrum-Verlag ist kein Handbuch für Sammler, sondern ein anspruchsvolles, aber verständlich geschriebenes Werk über das Aussterben von Lebewesen, die Entstehung von Fossilien und die Neubesetzung biologischer Nischen, über die Grundzüge der Evolution und über Paläontologen.


Ein Buch speziell über Ammoniten, das ausführlich den äußeren und inneren Aufbau der Ammoniten, ihren Lebensraum und ihre Lebensweise, ihre Stammesgeschichte und ihr Aussterben beschreibt. Viele Bilder und Zeichnungen im Text.


Klassische Fundstellen der Paläontologie Bände I bis IV aus dem Goldschneck-verlag sind für den Fossiliensammler ein Muss! Übersichtlich werden Anfahrt zum Fundort, Typlokalitäten und Fossilien beschrieben. Auch wichtige Hinweise für Sammler - z. B. Sammelverbote - fehlen nicht.



Auf 208 reich bebilderten Seiten alle Fundstellen mit Kartenausschnitten, sehr detaillierten Anfahrtsbeschreibungen, mit exakten Angaben zur Lage der Fundorte, Beschreibung der Geologie, der Fundschichten, der Suche vor Ort und der Präparation der Fundstücke. Besser kann's für Sammler nicht kommen.


Vom selben Autor (Gero Moosleitner) mit dem gleichen Umfang und derselben Detailverliebtheit (s. o.) kommt das Buch Fossilien sammeln im Salzburger Land daher. Allein schon die Bilder der Fundstellen und der Fossilien lassen das Sammlerherz höher schlagen.

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Evolution

Der Paläontologe und Evolutionsforscher Niles Eldredge spricht die nüchterne Erkenntnis der Evolutionsforschung aus: Das Aussterben von Arten ist innig mit der Entwicklung des Lebens auf der Erde verbunden - ohne Aussterben keine Evolution. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten der 307 Seiten.


Dieses ältere Buch (1988) aus dem Spektrum der Wissenschaft-Verlag handelt von den Anfängen, der Entwicklung und den Wechselbeziehungen lebender Systeme bis hin zur Evolution des Menschen. Trotz des Alters immer noch sehr informativ.



Steven M. Stanley, Professor für Paläobiologie, erzählt vom normalen Hintergrundaussterben der Arten und von den großen Krisen des Lebens, den weltumspannenden Aussterbewellen, die nicht nur Arten, sondern ganze Gattungen, Familien oder gar Ordnungen und Klassen auslöschten.


Ist das Leben auf der Erde das Ergebnis einer Kette von Zufällen? Gibt es Kräfte im Universum, die seine Enstehung unausweichlich machten? Wie sahen die ersten zaghaften Schritte des Lebens auf unserem Planeten aus? Wo liegt der Schlüssel zur Evolution immer komplexerer Lebensformen? Wo steuert das Leben hin? Der Biochemiker und Nobelpreisträger Professor Christian de Duve versucht, diese Fragen zu beantworten.

Ein ungemein spannendes Buch über die amerikanischen Ornithologen Rosemary und Peter Grant, die auf den Galapagos-Inseln 20 Jahre lang die Evolution der Darwinfinken studiert haben und die Evolutionstheorie von der Theorie zur biologischen Tatsache erhoben haben.


Der bekannte Paläanthropologe Richard Leakey, Sohn seiner weltberühmten Eltern und Anthropologen Louis und Mary Leakey, zeigt in diesem Taschenbuch den aktuellen (1997) Forschungsstand über die menschliche Evolution und beantwortet die Frage: Wie wurde der Mensch zum Menschen?


Charles Darwin: Über die Abstammung des Menschen. Eine dicke Schwarte mit 772 sehr anstrengenden Seiten - zumindest für heutige Leser. Das damals sehr umstrittene Buch handelt nicht nur vom Menschen, sondern überwiegend von den sekundären Sexualcharakteren der Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere. Schwierig zu lesen, etwas für Spezialisten.

Ian Tattersalls Buch liefert dem Leser einen Überblick über den aktuellen (1994) Stand und die vergangenen Meilensteine der paläanthropologischen Forschung von der Entdeckung des Neandertalers bis zum spektakulären Fund von Lucy, vom Piltdown-Schädel über die Fußspuren von Laetoli bis zum genetischen Fingerabdruck als Beweis für Stammbaumfragen.

Der Paläontologe Neil Shubin erzählt die spannende Geschichte der Evolution des Menschen als Tier unter Tieren und als Ergebnis einer Milliarde Jahre dauernden Entwicklung. Die Erkenntnis: Wir haben viel mehr mit Fischen, Würmern und Bakterien gemeinsam, als uns bewusst ist. Unsere Zähne haben sich aus dem Panzer von Haien, unsere Hände und Füße aus Fischflossen entwickelt.


Aus Wissenschaft und Fantasie kreiert Dougal Dixon eine faszinierende Zoologie der Zukunft. Wie sieht die Erde in 50 Millionen Jahren nach dem Aussterben des Menschen aus? Ob Kaninbock, Schilfstelzer, Wüstenhai, Striger oder Schwimmaffe, die neuen Arten begeistern durch schöne Zeichnungen und erläuternde Texte.

Klappentext: Richard Dawkins' provozierendes Buch beseitigt jeden Zweifel an Darwins Theorie. Mit Brillianz und Präzision pariert Dawkins alle Angriffe gegen die Evolutionstheorie. Streitbar, fundiert, mit Leidenschaft und Humor belegt der Bestsellerautor, warum Darwin Recht hat.
Kurze Rezension folgt.

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Mineralien und Mineralogie

Betechtins Lehrbuch der speziellen Mineralogie vom Leipziger VEB-Verlag aus den 60er Jahren war ein Klassiker unter den Mineralogielehrbüchern der ehemaligen DDR. Mit einer ausführlichen Beschreibung der physikalischen Eigenschaften der Minerale und des Chemismus, der Kristallform, der Erkennungsmerkmale, der Entstehung, der praktischen Bedeutung und der Lagerstätten jedes einzelnen Minerals war das Buch bei Sudenten und Lehrkräften gleichermaßen beliebt.

Kleines aber praktisches Bestimmungsbuch aller gängigen Mineralien mit einem sinnvollen Bestimmungssystem nach Strichfarbe, Mohshärte und Dichte. Die Mineralien werden nach chemischer Zusammensetzung, Merkmalen, Fundorten und ähnlichen Mineralien beschrieben. Das Büchlein ist reich bebildert.


Auch Steinbachs Naturführer Mineralien - Erkennen und Bestimmen - mit einer herausklappbaren Bestimmungstafel beinhaltet viele gute Fotos der Mineralien und legt besondere Beachtung auf die jeweilige Kristallform. Die Gliederung geschieht hier nach den Mineralklassen.


Nach geologischen Landschaften, von Schleswig-Holstein bis zum Bayerischen Wald, aufgeteilt, wird eine riesige Zahl von Fundstellen in Deutschland nach Lage, Mineralinhalt und Besonderheiten aufgelistet. Dazu gibt es kleine Kartenausschnitte und Zeichnungen.


Und jetzt das Ganze für Europa, allerdings im Stenogrammstil mit Angabe der jeweiligen Straßenkarte, mit Kennzeichnung des jeweiligen Sektors, mit Ortsnamen und den Mineralien der Fundstellen. Bei jedem Fundort ist die betreffende Literaturstelle angegeben.


Ein kleiner Führer zu den Mineralfundstellen - ehemalige Lagerstätten, Bergbauhalden und Steinbrüche - in den Vogesen. Insgesamt sind 40 Fundorte mit Lage und Zugang, Fundaussichten (!), Geologie, Mineralisation und Mineralbestand genannt.



Stellvertretend für inzwischen 41 Lapis-Sonderhefte (extraLapis) aus dem Christian Weise Verlag München, stehen hier die beiden Ausgaben Nr. 4: Fluorit - oder: von dem Vergnügen, Flußspat zu sammeln (kommt doch irgendwie bekannt vor?) - von 1993 und die Ausgabe Nr. 35 von 2008: Fluorite der Welt.


Während sich der Band 4 auch den vielfältigen physikalischen Eigenschaften des Fluorits, seiner Genese, seiner Verbreitung und seinen Paragenesen widmet, stellt der Band 35 die bekannten Fundstellen in Asien, Europa, Afrika und Amerika mit vielen brillianten Fotos vor.

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Klima

Gemeinsam herausgegeben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), dem Institut für Geowissenschaftliche Gemeinschaftsaufgaben (GGA) und dem Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung (NLfB) steht dieses gut illustrierte verständliche Buch der allgemeinen Klimahysterie skeptisch gegenüber.

Wer das Buch gelesen hat, erkennt, dass das Wesensmerkmal des Klimas die Veränderlichkeit war und ist. Die Diskussion um anthropogen verändertes Klima muss sich mit dem Klima der Vergangenheit auseinandersetzen. Prof. Rüdiger Glaser berichtet von diesen oft dramatischen Veränderungen und ihren Auswirkung auf die damalige Gesellschaft.

Wie hat das Klima die menschliche Spezies beeinflusst? Wie haben Klimaschwankungen Lebensweise und Kultur unserer Vorfahren bestimmt? Wolfgang Behringer zeigt, welche Klimaschwankungen es gab und wie sie die Entwicklung des Homo Sapiens förderten oder behinderten. Ein Buch nicht nur für Historiker und Klimatologen.

Immer schriller die Schlagzeilen einer unmittelbar bevorstehenden Klimakatastrophe. Wenn es um die Rettung der Menschheit geht, wird weder Verzug noch Widerspruch geduldet. Es gibt Wahrheiten, die man nicht aussprechen und Fragen, die man nicht stellen sollte. Die Debatte hat einen Punkt erreicht, an dem unter Wissenschaftlern und Journalisten eine Schweigepflicht einsetzt. Niemand traut sich mehr zu widersprechen.

Das Klima ist so gut wie stabil, aber wir fürchten uns davor, dass es in 100 Jahren um 1°C wärmer wird. Der Meeresspiegel steigt kaum noch, aber wir benehmen uns, als seien wir in Lebensgefahr. Wir sorgen uns um die Artenvielfalt, obwohl die noch nie so groß war wie heute. Der Geologieprofessor Kroonenberg zeigt, dass der menschliche Maßstab in jeder Hinsicht zu kurz greift. Leseproben unter Themen

CO2 und Klimaschutz - Fakten, Irrtümer, Politik. Der Physikprofessor Dr. Horst-Joachim Lüdecke ist Klimarealist und beschreibt die physikalischen Grundlagen des Klimawandels, die öffentliche Wahrnehmung und die Klimapolitik. Ein lesenswertes Buch, das stets sachlich bleibt.

Das Lehrbuch des Aachener Professors Jürgen Schultz in seiner 4. Auflage gibt eine grundlegende Einführung in die zonale Gliederung der Erde nach natur- und agrarräumlichen Aspekten. Es enthält auch eine 40-seitige Abhandlung über den Klimawandel. Ganz ohne Spekulationen und Katastrophenszenarien werden mögliche Ursachen und Folgen einer Klimaveränderung sachlich erläutert.

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Allgemeine Naturwissenschaften

Vollständige Ausgabe des Kosmos in der Originalfassung von 1845 mit einer umfangreichen Kartensammlung. Das Werk lebt von der unglaublichen Vielfalt seiner Naturbeobachtungen. Charles Darwin über Humboldt: Er war der größte reisende Naturwissenschaftler, der jemals gelebt hat. Ich habe ihn immer bewundert, jetzt bete ich ihn an.


Bill Bryson schreibt über den Kosmos, die Erde, die Elemente der Materie, das Leben und über den Menschen. Ein fundiertes und vergnügliches mit Witz und Charme geschriebenes Buch über die Wunder der Welt.


Schon wieder eine Sintflut-Theorie? Ja, aber diesmal eine wissenschaftliche Arbeit der Geologen Alexander und Edith Tollmann mit Augenzeugenberichten aus der prähistorischen Vergangenheit . Vor 9.500 Jahren stürzte ein Komet auf die Erde und verursachte eine Katastrophe globalen Ausmaßes. Erst lesen, dann meckern!

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Geschichten und Romane zur Geologie

Winchester erzählt meisterhaft die unglaubliche Geschichte des William Smith, der 20 Jahre lang wie besessen die Geologie Englands erforschte und als erster eine Karte erstellte, die den Untergrund des Landes zeigte. Smith verliert den Bezug zur Gegenwart, Haus und Vermögen und muss vor seinen Gläubigern fliehen. Erst in hohem Alter erhält er die ersehnte Anerkennung. Unbedingt lesen!

In der spannenden Wissenschaftsreportage schildert der Biologe Jürgen Neffe die Entwicklung der Evolutionstheorie und begibt sich mitsamt Darwins Tagebuch auf die Spuren seiner Romanfigur. Sieben Monate ist Neffe rund um den Globus unterwegs und erlebt Darwins Fahrt auf der Beagle nach. Trotz mancher Längen ein sehr schönes und gut zu lesendes Buch.

Zitat aus der Zeit: Eine Satire auf die deutsche Klassik, ein Abenteuerroman, ein Abbild des Bürgertums im beginnenden 19 Jahrhundert, eine Studie über Opfer und Moral der Wissenschaft, ein Porträt zweier alternder Männer - Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß -, jeder auf seine Weise einsam; und ein wunderbar lesbarer Text voller gebilderter Anspielungen und Zitate und versteckter Kleinode.

Über 36.000 Tote, 165 Orte von der Landkarte verschwunden, eine zersprengte Insel, 40 m hohe Tsunamis: Am 27. August 1886 wurde die Insel Krakatau zwischen Java und Sumatra zum Mittelpunkt der Welt. Winchester schildert den größten Vulkanausbruch der Menschheitsgeschichte und den Beginn einer neuen Wissenschaft. Gründlich recherchiert, wissenschaftlich korrekt, ein tolles Buch.

Ein altes Taschenbuch von 1974, inzwischen möglicherweise neu aufgelegt: Eine Wissenschaftsreportage von der Suche nach den Anfängen der Geologie, des Lebens und des Menschen, von Zufällen, Irrtümern und Entdeckungen bei der Erforschung unserer Ur- und Vorgeschichte. Ich hab das Buch damals regelrecht verschlungen.

Schon mehrmals waren die Landmassen der Erde in einem Superkontinent vereinigt, der letzte war Pangäa. In etwa 250 Ma wird ein neuer Superkontinent - Novopangäa - entstanden sein. Ted Nield beschreibt in seinem Buch - halb Fachbuch, halb Roman - die abenteuerliche Reise durch die Erdgeschichte. Nicht nur für Geologen ein sehr lesenswertes Buch.

Simon Winchester beschreibt nicht nur die Ereignisse und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des katastrophalen Erdbebens im Raum San Franzisco 1906, sondern erläutert auch sehr anschaulich die geologischen Ursachen. Nach einem umständlichen Beginn wird das Buch sowohl für Geologen als auch geologisch Interessierte richtig spannend.

Die Autoren untersuchen in 9 Fallstudien die tiefgreifenden Beziehungen zwischen Vulkanen und der Geschichte der Menschheit. Die historischen Beschreibungen sind gut, die geologischen Ausführungen dagegen sind grottenschlecht. Der Grund liegt beim Übersetzer: Manfred Vasold ist Medizinhistoriker und hat von geologischen Prozessen keinen Schimmer. Schade um das tolle Thema.

Der Geologe Alan Cutler beschreibt die faszinierende Geschichte des Nikolaus Steno, der im 17. Jhd, als die biblische Schöpfungsgeschichte die alleinige Grundlage aller Naturwissenschaften war, als erster das stratigrafische Prinzip in der Geologie und Fossilien als Überreste ehemaliger Lebensformen erkannte. Exakt recherchiert, spannend geschrieben, brilliante Sprache.

Der Geologe Bernhard Hubmann stellt 21 Forscher des 16. bis 20. Jahrhunderts vor, die die Kenntnis um die Erdwissenschaften grundlegend erweitert haben. Als Vorspann beschreibt er kompetent die Geschichte der Geologie auf 35 Seiten. Ein ganz hervorragendes Buch, trotz leider fehlender Bilder.


Der Autor Jack Repcheck ist selbst kein Geologe und so befasst sich sein Buch mehr mit der Lebensgeschichte von James Hutton als mit der Geologie. Trotzdem ist die Geschichte auch für Geologen sehr lesenswert, denn das Buch ist flüssig und spannend geschrieben. Darüber hinaus erfahren wir viel über Huttons Zeitgenossen und die Verbissenheit, mit der eigene Theorien verteidigt werden.

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Krimis und Thriller mit Bezug zur Geologie

Geologieprofessor Ulrich Schreiber berichtet von einer Naturkatastrophe, die jederzeit passieren kann: Ein Vulkanausbruch zwischen Koblenz und Bonn verperrt den Rhein, bald sind die unterliegenden Städte überschwemmt, die Menschen müssen evakuiert werden. Die Katastrophe beginnt. Nicht immer brilliante Sprache, aber ein wahnsinnig spannender - und realistischer - Geo-Thriller.

Lutz Kreutzer hat u. a. auch in Aachen Geologie studiert. Vielleicht beginnt deshalb sein Roman in Aachen, wo immer mehr Menschen an einer rätselhaften Vergiftung erkranken. Die spannende Geschichte eines Umweltskandals führt auf die Kraterterrasse des Stromboli und an den Golf von Messina.


In Effelsberg wird mit dem großen Radioteleskop eine Supernova entdeckt, gleichzeitig bekommt die Geologin Ella Jordan von der US-Regierung den Auftrag, seltsame Signale im Marianen-Tiefseegraben zu untersuchen und in einem Schweizer Geheimlabor wird eine Steinkugel untersucht, die nicht von der Erde zu stammen scheint. Alles scheint irgendwie zusammen zu hängen... Ein spannender Geo-Science-Fiction, der allerdings auch einige Klischees bedient.

Ein unglaublich spannender Wissenschafts-Thriller über Geologie und Paläontologie, über den T-Rex, die Kreide-Tertiär-Grenze und den Chicxulub-Meteoriteneinschlags-Krater. Die Handlung spielt in den Canyons von New Mexico, die die größte Sensation der Paläontologie beherbergen. Und sie zeigt, dass Wissenschaftler ihrer Karriere wegen zu Allem bereit sein können.

Harald Braem lässt in seinem Buch eine alte Prophezeiung der kanarischen Ureinwohner, der Guanchen, wahr werden: Das Ende der alten Welt, ausgelöst durch einen heftigen Vulkanausbruch auf der Urlaubsinsel La Palma. Hätte Braem einen Vulkanologen zu Rate gezogen, wäre seine Geschichte wohl wissenschaftlich korrekt, nicht jedoch so spannend geraten.

Rätselhafte Felsstürze erschüttern Köln und Umgebung. Als die Polizei den Geologieprofessor Allenstein zu Hilfe ruft, wird klar, dass es sich nicht um Zufall handelt. Jemand lässt seiner Zerstörungswut freien Lauf - und die Uhr tickt bis zur finalen Katastrophe. So viel sei verraten: Es geht nicht in erster Linie um Geologie, sondern um ein bekanntes Thema, das die Kirche betrifft. Ein richtiger Krimi.

Nach dem mysteriösen Verschwinden zweier Taucher vor La Palma wird der Versicherungsagent Vinzent Born auf den Fall angesetzt. Zusammen mit der attraktiven Geologin Susanne Brecht kommt er nach riskanten Nachforschungen einem millionenschweren Betrug auf die Spur - und einem uralten und unheimlichen Geheimnis, das sie in die Tiefen des Atlantik führt. Verdammt spannender Thriller.

Unter den Wah Wah-Mountains in Utah wird eine riesige dichte Masse entdeckt, die aus reinem Platin zu bestehen scheint. Als der Bergbaukonzern EarthCore die Lagerstätte erkundet, stößt er auf ein gewaltiges Höhlensystem unbekannten Ursprungs. Sind es Spuren einer untergegangenen Zivilisation? Doch in den Tunneln warten ungeahnte Schrecken. Der Thriller ist nichts für schwache Nerven, fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

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